Grob- oder Feinkonzept?

Beim Konzept verschwimmt die Grenze: das Grobkonzept ist fast noch in der Planungsphase zu verorten, das Feinkonzept bereits Kernstück des UI/UX-Designs.

Das Grobkonzept ist eine erste komplette Bestandsaufnahme der Kernfunktionen. Basierend auf der vorangegangenen Analyse wird die Struktur festgelegt und die einzelnen, benötigten Module bestimmt. Es dient der Visualisierung der Grundidee und einer ersten Aufwandsabschätzung für die Programmierung von Funktionalitäten. Im späteren Verlauf bewährt es sich immer wieder, erneut einen Blick darauf zu werfen, um die ursprüngliche Idee und das Ziel unter all den kleinen Details nicht aus den Augen zu verlieren. Bei größeren Projekte, für die definitiv auch ein Feinkonzept in Form eines Wireframings entwickelt wird, wird hier häufig noch keine Visualisierung gemacht. Stattdessen finden sich hier marktstrategische Analysen wie die Swot-Analyse, der Businessplan und eine Grobstruktur der benötigten Elemente und der Kanäle und ihrer Vernetzung als Text oder als einfaches Diagramm.

Im Feinkonzept wird jedes einzelne Element, jeder Button, Tooltip, Überschrift und Text genau verortet, das User-Onboarding und User-Guiding geplant. Hier beginnt die Detailarbeit des User-Interface-Design, das maßgeblich zu einer angenehmen User-Experience beiträgt. Je genauer und ausführlicher das Feinkonzept ausgearbeitet ist, desto weniger Korrekturschleifen werden bei Design und Programmierung benötigt. Hierfür werden ein detaillierte Wireframes gemacht. Egal wie gut und detailliert so ein Konzept ist: während der Design- und Programmierphase wird immer noch etwas verändert, revidiert, erweitert. Und im anschließenden User-Testing auf der Live-Seite nochmals. Daher ist es bei aller Sorgfalt auch wichtig, die Ressourcen im Auge zu behalten und Balance zwischen sorgfältiger Planung und Aufwand zu halten.

Wireframing für ein Grobkonzept: Sitemap und ungefähre Struktur werden bestimmt
Beispiel für ein Grobkonzept mit Wireframes visualisiert